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==> Zurück zur Übersicht (Presse) / Zurück zur Startseite ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- WALSRODER ZEITUNG vom 1. März 2006 DLV-Ehrennadel für Schwarmstedterin Anja Pauling Jettebruch. Das Vertrauen in den amtierenden Vorstand und die Ehrung zahlreicher verdienter Mitarbeiter und erfolgreicher Sportler-/innen kennzeichneten den jüngsten Verbandstag des Kreis-Leichtathletik-Verbands Soltau-Fallingbostel in Jette- bruch. An der Spitze wurde die amtierende Vorsitzende Mechthild Schönberger (MTV Schwarmstedt) von den Delegierten bestätigt. Als 1. Vorsitzende kann Mechthild Schönberger weiterhin auf ihr eingespieltes Team bauen. So wurde Hermann Strohmeier (SV Munster) als stellvertretender Vorsitzender ebenso im Amt bestätigt wie Kassenwart Karl-Heinz Christoph ( MTV Soltau). Mechthild Schönberger dankte Karl-Heinz Christoph und Alfred Neske für ihre als Kreisstatistiker geleistete Arbeit und überreicht beiden zum Abschied ein Präsent. Zur neuen Kreisstatistikerin für alle Klassen wurde Heidemarie Ottens (SG Bomlitz) gewählt, die auch weiterhin als Pressewartin für den Südkreis fungiert. Einige verdiente ehrenamtliche Mitarbeiter wurden sogar mit Ehrennadeln des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) ausgezeichnet. So erhielt Sportwartin Anja Pauling (MTV Schwarmstedt) die silberne Ehrennadel des DLV. Auch einige erfolgreiche Sportler wurden ausgezeichnet.
OSTERHOLZER KREISBLATT vom 2. März 2006 Die Absprungzone ist passé Nun müssen die B-Schüler beim Weitsprung wieder das Brett treffen Von unserem Redakteur Carsten Spöring Kreis Osterholz. Der Vorsitzende des Kreis-Leichtathletikverbandes Osterholz, Reinhard Wagner, ist erbost. "Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln", sagte er zum jüngsten Schreiben, das ihm der Niedersächsische Leichtathletik-Verband (NLV) aus Hannover übermittelte. Kernsatz dieses Briefes: "Wenn Bestenlisten für Schüler/Schülerinnen B geführt werden, dürfen nur Leistungen aufgenommen werden, die vom Brett erzielt worden sind". Das war ganz früher auch so. Dann aber kam der Sinneswandel, die Leichtathletik sollte kindgerechter werden, es sollten wieder mehr Jungen und Mädchen an diese Sportart herangeführt werden. Schließlich ist es auch nicht einfach, den 20 Zentimeter breiten Absprungbalken zu treffen. Also beschloss der NLV am 15. März 2000: Der Absprung darf aus einer Zone erfolgen, die 80 Zentimeter breit ist. Ge- messen wurde von dem Punkt an, an dem der Zwölf- oder Dreizehnjährige abgesprungen war. Der Leichtathletik-Kreisvorsitzende Wagner möchte weder die kindgerechtere noch die sportartspezifischere Variante fa- vorisieren. Er stellt nur heraus: "Mal abgesehen davon, dass weder die eine noch die andere Regelung die Leichtathletik bei den Jugendlichen attraktiver machen bzw. die Leistungsmöglichkeiten der späteren Generationen verbessern oder ver- schlechtern wird, frage ich mich nach der Begründung für das Hin und Her bei solchen Regeln". Reinhard Wagner ist sauer. Denn Wagner hat weitere Beispiele aus den vergangenen Jahren: So wurde ein (bis dahin in keinem Verein vorhandener) 400-Gramm-Speer für A-Schülerinnen eingeführt, jetzt muss diese Altersklasse wieder mit einem 600-Gramm-Speer werfen. Gleiches gilt für das Diskus-Gewicht (zunächst 750 Gramm, jetzt ein Kilo). Und sarkastisch fragt Wagner: "Wann werden die B-Schüler-Hürdenabstände wieder von denen der B-Schülerinnen getrennt?". Früher nämlich wurde mit ge- schlechtsbedingten Unterschieden argumentiert, um zwei verschiedene Hürdenabstände zu begründen. Wagner vermisst vor allem die "demokratische Abstimmung" über solche Beschlüsse. "Aber wir lassen uns nicht unterkriegen", fügte der Leicht- athletik-Kreisvorsitzende abschließend an. Die Jugend brauche den Sport, "also versuchen wir wie bisher, den Nachwuchs voranzubringen". ==> Schreiben des NLV (PDF) ==> Auf www.ostfriesland-la.de gibt es eine Umfrage zum Thema: Wie soll die Leichtathletik-Region Ostfriesland bei Meisterschaften im Weitsprung der Schüler-/innen B verfahren? Chaos vorprogrammiert ? (Von Webmaster Klaus Michalski) Hier wurde nach DLV-Vorgaben ein Beschluss gefasst, bei dem letztendlich die B-Schüler-/innen die Leidtragenden sein werden. Das viele Veranstalter so ihre Probleme mit der Erstellung von Ergebnislisten - mit Veranstaltungsbericht - haben, ist hinreichend bekannt und jetzt soll noch mit aufgeführt werden, ob vom Brett oder aus der Zone gesprungen wurde ?? Den Statistikern wird nichts anderes übrig bleiben - wenn kein Hinweis auf den Absprung vom Brett aufgeführt ist, erfolgt keine Aufnahme in den Bestenlisten. Und das setzt sich weiter fort, zum Beispiel beim Mehrkampf. Da wird es pass- ieren, dass die Einzelergebnisse (ohne den Weitsprung) in die Bestenlisten kommen, das Mehrkampfergebnis aber nicht. Und was ist mit Ergebnislisten von Wettkämpfen aus anderen Landesverbänden ? Wie wird das dort gehändelt? Und am Jahresende: Da sind wegen nicht in die Bestenlisten aufgenommene Leistungen wohl wieder die Statistiker schuld. Die aber können am allerwenigsten dafür, denn sie setzen nur Vorgaben von “Oben” um. Das Chaos scheint damit vorprogrammiert zu sein. Warum macht man nicht gleich Nägel mit Köpfe? Absprung bei den B-/ Schüler-/innen generell vom Brett !! Der ältere Jahrgang kann bereits an den Landesmeisterschaften der A-Schüler teil- nehmen und dort muss bekanntlich vom Brett abgesprungen werden. Da macht es auch wenig Sinn, wenn der Absprung vom Brett trainiert wird, im B-Schüler-Wettkampf aber in der Zone herumgehüpft werden darf. Und den DLV interessiert das alles sowieso nicht, denn dort werden keine offiziellen Bestenlisten für B-Schüler-/innen geführt. Auch Ihre Meinung ist gefragt: Einfach eine Mail an klau-mich@t-online.de - eventuell werde ich eine Extra-Seite einrichten, auf der diese Mails (ohne Nennung von Namen) veröffentlicht werden. Anonyme Mails werden allerdings nicht akzeptiert. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- NORDWEST ZEITUNG vom 10. März 2006 Speer durchbohrt den Oberkörper Prozess: Verletzte Frau will Schmerzensgeld -- Urteil hätte Folgen für Sportvereine Von Heiner Otto Friedrichsfehn. Der blutige Zwischenfall beim Speerwurftraining auf dem Sportplatz in Friedrichsfehn liegt bereits einein- halb Jahre zurück. Eine damals 42-jährige Frau wurde beim Überqueren des Rasens von einem Speer getroffen. Beim Ab- wurf, erklärte der heute 18-jährige Leichtathlet während eines Zivilverfahrens vor dem Westersteder Amtsgericht, habe er die Fußgängerin nicht gesehen. Der Speer traf die Frau seitlich in den Oberkörper, durchbohrte ihn ebenfalls seitlich und trat wieder aus. Wie sich später in einem Oldenburger Krankenhaus herausstellte, beschädigte die Spitze des Sportgeräts keine lebenswichtigen Organe. “Die Chirurgen haben die Einschnitte wieder zusammengenäht und ich konnte bald nach Haus zu- rückkehren”, erinnerte sich die Geschädigte gestern nach der gescheiterten Güteverhandlung in Westerstede. Über gericht- liche Schritte gegen den Werfer oder den Trainer, der den 50-m-Wurf freigegeben hatte, dachte die Frau damals noch nicht nach. Sie ist selbst Vereinsmitglied des SV Friedrichsfehn und wohnt in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Zwischenfall, behaupten die Leichtathleten des Vereins, sei die Frau noch einmal in unmittelbarer Nähe des durch etwa sechs bis acht Hütchen gesicherten Sperrwurftrainigsbereiches vorbeigelaufen - dies- mal ohne getroffen zu werden. “Allerdings gab es eine recht unfreundliche Ansprache. Gehört habe ich, dass jemand fragte, wie jemand so blöd sein könne und dort ein zweites Mal entlang käme”, ärgerte sich die Frau. Diese Begegnung und die Tatsache, dass der Speerwurfbereich noch immer nicht besser abgesichert gewesen sei, habe sie letztlich doch bewogen, zu klagen. Jetzt will sie vom Verein 1800 Euro Schmerzensgeld und 209 Euro Schadenersatz. Einen vom Richter unterbreiteten Vergleich (1000 Euro für die Geschädigte) lehnte der Anwalt des beklagten Trainers ab. Nun muss das Gericht demnächst ein Urteil sprechen. Es könnte mit Blick auf die Verkehrssicherungspflichten von ein- schneidender Bedeutung für viele deutsche Sportvereine sein. ==> Originalberichte der NWZ (PDF) ==> Pressebericht vom 10.3. / Leserbrief vom 24.3. / Pressebericht vom 21.4.
Speerwurfunfall in Friedrichsfehn (Von Wolfgang Rose / 24. März 2006) Als Abteilungsleiter der SVF-LA-Abteilung wende ich mich an Euch, um etwas Aufklärung über den Speerwurfunfall zu be- treiben. Die Berichterstattung in der NWZ (vorstehender Artikel) war leider sehr einseitig. Mein Leserbrief wird von der NWZ erst später veröffentlicht. Da es sich jedoch um eine sehr weit reichende Problematik handelt und Fehlinformationen niemanden dienen, hier mein noch nicht veröffentlichter Leserbrief: Weder bei der Gerichtsverhandlung noch in der Berichterstattung der NWZ über den Speerwurfunfall auf dem Sportplatz in Friedrichsfehn wurde deutlich, dass die Verletzte durch ihr äußerst leichtsinniges und gedankenloses Verhalten diesen Un- fall verursachte. In diesem konkreten Fall wohnt die Frau bereits seit vielen Jahren direkt (!) am Sportplatz. Sie betritt am Unfalltage (16.08.2004) diesen Platz nicht durch den dafür vorgesehenen Haupteingang, sondern von ihrem Privatgrund- stück aus (!) durch Überwindung eines abgrenzenden Erdwalles (!), einer ca. 1,20m hohen Metallbarriere (!) und begibt sich in den durch orangerot und gelbgrün leuchtende Hütchen (!) gekennzeichneten Gefahrenbereich des Wurfsektors. Die Ein- lassung, nicht gewusst zu haben, dass auf dem Sportplatz Speerwurf stattfindet, kann nur als Schutzbehauptung gewertet werden, da sie sich ca. 1 Jahr nach diesem Vorfall wieder in der gleichen Weise verhält. Gerade dieses grob fahrlässige Ge- samtverhalten der Verletzten zeigt doch, dass auch weitere Sicherungsmaßnahmen, die der Richter am AG in Westerstede angesprochen hat, diesen Unfall voraussichtlich nicht verhindert hätten. Die Neigung in Deutschland, alles regeln zu wollen, führt in die Sackgasse, denn diese Regelungswut hemmt die Aktivitäten in vielen Lebensbereichen. Entscheidungen der Gerichte sollten stärker die Eigenverantwortlichkeit des Handelns in den Vordergrund stellen. Was hat die Verletzte in diesem Fall getan, um den Unfall zu verhindern? Fast hätte sie etwa ein Jahr später einen weiteren Unfall verursacht! Bei der Verletzten handelt es sich nach meinen Kenntnissen um eine studierte Theo- login, die z.Z. pädagogisch tätig ist. Ich bin der Auffassung, dass gerade von Personen mit solch einer anspruchsvollen Tätig- keit ein erhöhtes Maß an Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein sowie eine Vorbildfunktion erwartet werden muss. Die Behauptung der Verletzten, dass sie die Klage erst wegen einer angeblich beleidigenden Äußerung anlässlich des zweiten Vorfalls am 22.08.2005 (!) erhoben hat, ist für mich so nicht nachvollziehbar. Die Verletzte hat mich als Leiter der SVF-Leichtahtletikabteilung bereits Anfang Dezember 2004 (!) um die Personalien des Werfers und Übungsleiters gebeten, da sie die Sache an ihren Rechtsanwalt abgeben wollte. Am 27.06.05 (also 2 Monate vor dem zweiten Ereignis !) wurden vom Rechtsanwalt der Verletzten Ansprüche auf Schadenersatz und Schmerzensgeld an den Leichtathleten des SVF gestellt. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Entscheidung des AG in Westerstede nicht dazu führt, dass die Trainer ihre ehrenamtliche Tätigkeit beim SV Friedrichsfehn aufgeben, denn gegen solch ein leichtsinniges Verhalten einer einzelnen Person (!) kann man sich nicht schützen. Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass auch die Lehrer und damit der Schulsportunterricht von der eventuellen Feststellung einer Teilschuld des Übungsleiters durch das Gericht betroffen wären. Schulsport auf frei zugänglichen Sportplätzen wäre dann aus Beaufsichtigungs- und Gefährdungsgründen kaum noch möglich. Wolfgang Rose, Leiter SVF-Leichtathletikabteilung ==> Pressebericht vom 10.3. / Leserbrief vom 24.3. / Pressebericht vom 21.4.
AMMERLÄNDER NACHRICHTEN (NWZ) vom 21. April 2006 Keine Entscheidung im Speerwurf-Prozess Justiz: Richter erwartet von Werfern und Trainern mehr Sicherheitsvorkehrungen Westerstede/Friedrichsfehn (ott). Nach einem zwei Jahre zurückliegenden Unfall beim Speerwurftraining auf dem Sport- platz Friedrichsfehn, bei dem eine Passantin getroffen und verletzt wurde, hat die inzwischen eingeschaltete Justiz gestern ihre Sichtweise dargelegt. In der vor dem Westersteder Schöffengericht anhängigen Zivilsache, in der die Geschädigte vom Trainer des Sportvereins ein Schmerzensgeld verlangt, empfiehlt der Richter offenbar, über einen Vergleich nachzudenken. In einer kurzen mündlichen Stellungnahme wies der Richter darauf hin, dass die verletzte Frau in jedem Fall einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung habe. Auch die Sicherheitsvorkehrungen beim Speerwurftraining seien seiner Ansicht nach un- bedingt zu verbessern. Da stellt sich das Gericht ein über Eisenstangen verbundenes Flatterband vor, mit dem der Train- ingsbereich deutlich sichtbar abgeteilt sei. Sollte es zu keiner Einigung kommen, ist mit einer umfangreichen Beweisaufnahme zu rechnen. ==> Pressebericht vom 10.3. / Leserbrief vom 24.3. / Pressebericht vom 21.4. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 14. März 2006 Braunschweig hat Chancen auf die Titelkämpfe 2008 Deutsche Meisterschaft der Leichtathleten Braunschweig. Das sieht gut aus für Braunschweig: Im Rennen um die Vergabe der deutschen Leichtathletik-Meister- schaften 2008 liegt der einzig noch in Niedersachsen verbliebene Standort, der für so eine Veranstaltung in Frage kommt, sehr gut. Das bestätigte gestern Eberhard Vollmer aus der Pressestelle des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Es wäre bereits die dritte Meisterschaft in einem Olympia-Jahr, die in Braunschweig stattfindet. Bereits im Jahr 2000 und 2004 hatten die deutschen Spitzenathleten in der Löwenstadt die letzte Chance, die Normen für die Spiele in Sydney und Athen zu erfüllen. Im Sommer 2008 ginge es dann um die Tickets für die Spiele in Peking. Vom Tisch scheint hingegen zu sein, dass die Meisterschaften künftig regelmäßig im jährlichen Wechsel an drei festen Orten stattfinden. Neben Braunschweig waren für diesen festen Turnus auch Ulm und Erfurt im Gespräch gewesen. Ganz glücklich allerdings wären die Braunschweiger um MTV-Chef Otto Schlieckmann mit dieser Variante sowieso nicht gewesen: "Wir würden gerne die Meisterschaften in den Olympia-Jahren ausrichten." Da passt es, dass jetzt mit Nürnberg eine vierte Stadt Interesse an den nationalen Meisterschaften bekundet hat. Berlin möchte nach Angaben Vollmers im Jahr 2008 als großen Testlauf für die WM ein Jahr später die Jugend-Meister- schaften und dann 2009 kurz vor der Weltmeisterschaft auch die deutsche Meisterschaft ausrichten. (sf)
REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 18. März 2006 Weißer Rauch steigt nicht auf... Bassum. "Wir sollten heute so lange verhandeln, bis weißer Rauch aufsteigt", erklärte Versammlungsleiter Wilfried Becker. Rauch stieg am Ende zwar nicht auf, doch nach rund 90 Minuten war die zuvor bereits zweimal gescheiterte Vereinsgründ- ung des Kreis-Leichtathletik-Verbandes (KLV) Diepholz e.V. perfekt und bedarf nur noch des Eintrags ins Vereinsregister. "Unsere Satzung soll schlank sein und nicht ständig nach Veränderungen schreien", betonte der alte und neue Vorsitzende Berthold Buchwald (LC Hansa Stuhr) und durfte sich letztlich darüber freuen, dass die Vereinsvertreter dem im Vorfeld ausgearbeiteten Satzungsentwurf diesmal ohne große Diskussion zustimmten. Im dritten Anlauf hatten die Leichtathleten da- mit die größte Hürde genommen, mit dem LC Hansa Stuhr, TuS Varrel, TSV Asendorf, SG Diepholz, TuS Sulingen, Jahn Brinkum, MTV Barnstorf und TV Bruchhausen-Vilsen traten alle acht anwesenden Vereine dem KLV Diepholz e.V. bei und dürfen sich somit als Clubs der ersten Stunde fühlen. Die anschließende Wahl des Vorstandes ging ebenfalls flott über die Bühne. Neben Buchwald wurden Wilfried Becker (TuS Sulingen) als zweiter Vorsitzender und Herward Kloppe (TSV Schwarme) als Kassenwart in ihren Ämtern bestätigt. Dieter Tjaden (Hansa Stuhr) fungiert weiterhin als Kampfrichterwart, Jan-Simon Neubauer (ebenfalls Stuhr) als Sportwart, währ- end Becker in Personalunion auch das Amt des Statistikers bekleidet. Neu in der Vorstandsriege ist Uwe Franke (SG Diepholz) als Volkslauf- und Breitensportwart. "Damit haben wir einen schlagkräftigen Vorstand", freute sich Berthold Buchwald, obgleich die Posten des Lehr-, Schüler- und Schriftwartes nicht wie gewünscht besetzt werden konnten. Über- dies einen Vorstand, der nun nicht mehr so "kopflastig in Richtung Nordkreis, speziell Hansa Stuhr" ist, wie zuvor von Bernhard Keller (MTV Barnstorf) kritisch angemerkt wurde. Schnelle Einigung erzielte die Versammlung auch in punkto Vereinsbeiträge, beschlossen wurde eine Staffelung nach Mit- gliederzahlen. Vereine bis 100 Mitglieder zahlen pro Jahr 50 Euro, bis 200 sind 75, ab 200 schließlich 100 Euro zu ent- richten. "Reich werden wir damit nicht, aber wir haben einen Grundstock, um auch mal wieder Spesen zu erstatten oder eine Sportlerehrung vorzunehmen", äußerte Buchwald und sprach von einem "sehr harmonischen Abend". Der Vorsitzende be- dauerte indes ein wenig die geringe Resonanz, immerhin waren 16 Vereine dem Gründungsabend fern geblieben. "Wir werden diese Vereine jetzt noch mal anschreiben und bitten, dem KLV beizutreten", so Buchwald. "Ich denke, dass wir so letztlich bei etwa 15 Mitgliedsvereinen landen werden."
ZEVENER ZEITUNG vom 21. März 2006 Will mahnt verstärkte Nachwuchsförderung an Vorstand der Kreis-Leichtathleten bestätigt Zeven (he). Eine positive Bilanz zog der erste Vorsitzende des Kreis-Leichtathletik-Verbandes (KLV) Rotenburg, Erwin Will, auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes. Trotz rückläufiger Mitgliederzahlen waren die Athleten im Kreis auch im vergangenen Jahr erfolgreich. Besonders hervorzuheben seien dabei die herausragenden Leistungen der Schüler und der Senioren. Nicht nur sportliche Höchstleistungen zeichnen die Athleten in den 39 Mitgliedsvereinen aus. Großen Zuspruch erfahren auch immer wieder die Volksläufe, die Sportler aller Alterklassen mobilisieren. Im letzten Jahr nahmen insgesamt 4840 Läufer an den sechs Volksläufen im Kreis teil, in der Statistik des NLV-Bezirk Lüneburg belegt Rotenburg damit den vierten Rang innerhalb der elf Kreisverbände. Einer der zehn größten Volksläufe in Niedersachen ist "Wilstedt bei Nacht". Dort gingen 2005 insgesamt 3317 Läufer an den Start. Die vorrangige Aufgabe des Verbandes ist, so Erwin Will, die Förderung des Nachwuchses. Aktuell sind die Teilnehmer- zahlen im Schüler und Jugendbereich noch hoch, aber in den nächsten Jahren werde es insgesamt bedeutend weniger Kinder geben, die sich für die Leichtathletik entscheiden. Eine erste Möglichkeit "Leichtathletikluft" zu schnuppern, sind die Kreis- Kinder-Turn- und Sportfeste. Hunderte von Kindern traten im Sommer in Sottrum an, um sich im Laufen, Werfen und im Springen zu messen. Fest etabliert hat sich auch der Werfer-Cup, der Schüler und Jugendliche an die Wurf-Disziplinen her- anführen soll. Abschied von Schmöe Die Wahl des Vorstandes ergab keine wesentlichen Neuerungen. Der zweite Vorsitzende Theo Maxin, Sportwart Gerd Zabel, Schüler- und Jugendwart Herbert Kleyer, Breitensport- und Volkslaufwart Bernd Bredehöft sowie Statistiker Sebastian Stabel wurden in ihren Ämtern bestätigt. Anja Dohrmann, die bereits seit einem halben Jahr die Aufgaben der Schriftwartin kommissarisch übernommen hat, wurde am Freitagabend auch offiziell in dieses Amt gewählt. Am Ende der Veranstaltung verabschiedete der erste Vorsitzende im Namen des Verbandes den langjährigen Vorsitzenden des Kreissportbundes, Peter Schmöe. Er habe sich in den vielen Jahren an der Spitze des Sportverbandes mit großem En- gagement für die Leichtathletik eingesetzt. ==> Fotos und mehr von der Versammlung gibt es bei der LAV Zeven
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 24. März 2006 Jakobs besteht mit Auszeichnung Leichtathletik: Warsingsfehntjer ist jetzt Diplom-Trainer Warsingsfehn (ls). Am vergangen Mittwoch beendete Klaus Jakobs aus Warsingsfehn erfolgreich sein Studium zum Diplom-Trainer an der Trainerakademie des Deutschen Sportbundes in Köln. Unter anderem studierte der 37-Jährige mit Hockey-Olympiasiegerin Tina Bachmann und Oliver Caruse, der als Gewichtheber Bronze bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 gewann. Ein Abschluss als Diplom-Trainer gilt in den meisten Sportverbänden in Deutschland als Grundvoraussetzung für eine Stelle als Bundestrainer. Jakobs, der seit vielen Jahren sowohl ehrenamtlich als auch beruflich für die Leichtathletik in Ostfriesland, Niedersachsen und später auch bundesweit arbeitete, ist bereits beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) tätig. Dort ist er in der Trainerschule unter anderem für die Erstellung und Überarbeitung von Ausbildungskonzepten verantwortlich und arbeitet als Dozent in der Aus- und Weiterbildung von A-Trainern. Zudem hat sich Jakobs einen Namen als Autor ver- schiedener Fachpublikationen gemacht. Angefangen hat alles vor gut 20 Jahren in der Leichtathletik-Abteilung des SV Warsingsfehn. Seither bildete sich Jakobs ständig weiter und war unter anderem Kaderleiter im Landesverband und Assistent des damaligen Sprintbundestrainer Win- fried Vonstein. Am Mittwoch erhielt der Ostfriese, der seit Jahren auch als Mitarbeiter der OZ-Sportredaktion tätig ist, als Jahrgangsbester sein Diplom “mit Auszeichnung” aus den Händen von Freiherr Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sport- bundes. Außerdem erhielt der Warsingsfehntjer für seine Diplomarbeit den Ehrenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und den Ehrenpreis des Bundesinnenministeriums.
NORDWEST ZEITUNG vom 13. April 2006 Leichtathletik-Vorstand wiedergewählt Versammlung: Schwache Beteiligung im Bereich der Erwachsenen und Jugendlichen -- Viele Ehrungen Wesermarsch (rg). Im Hotel “Zur Post“ in Nordenham traf sich der Kreis-Leichtathletik-Verband Wesermarsch, um einen neuen Vorstand zu wählen, zahlreiche Ehrungen vorzunehmen und die weiteren Termine für die Saison 2006 festzulegen. Die Leitung übernahm der 2. Vorsitzende des Verbandes Wesermarsch, Ernst Bielefeld (SV Brake), da aus beruflichen Gründen der 1. Vorsitzende Eckhard Meyer (SV Nordenham) absagen musste. Ernst Bielefeld berichtete von einem erfolgreichen Wettkampfjahr 2005. Die männliche Jugend B des SV Lemwerder wurde in der Besetzung mit Christian Eichinger, Waldemar Trudrung und Thies Wessels Norddeutscher Meister über zehn Kilo- meter in der Mannschaftswertung in der Zeit von 1:56:11 Stunden. Das Trio wurde vom Vorsitzenden mit der bronzenen Bestennadel für den 23. Platz in der Deutschen Bestenliste ausgezeichnet. Ernst Sauerbaum (SV Nordenham) erkämpfte sich in der Altersklasse M 75 im Kugelstoßen die Landesmeisterschaft mit 10,63 m. Dafür bekam er die silberne Ehren- nadel des DLV und eine Urkunde überreicht. Bezirksmeister über die 3000 m wurde Christian Eichinger (SV Lemwerder) in 10:07,45 Minuten. Daneben wurden 19 Regionsmeistertitel errungen, von denen sich der SV Brake mit 16 den Löwenan- teil sicherte, zwei gewann der SV Lemwerder, einen der AT Rodenkirchen. In den verschiedenen Altersklassen wurden viele neue Kreisrekorde aufgestellt. Auf Kreisebene fanden 19 eigene Veranstaltungen mit 2278 Teilnehmern statt. Der achte Nordenhamer Citylauf hatte mit 757 Teilnehmern die größte Anziehungskraft. Es folgten der TV Großenmeer mit 459, der STTV Berne mit 211 und der TV Seefeld mit 175 Wettkämpfern. Sehr zufrieden stellend war die Beteiligung im Schülerbereich, während im Erwachsenen- und auch Jugendbereich die An- zahl der Wettkämpfer nicht befriedigen konnten. Lehr- und Kampfrichterwart Jan-Wilhelm Hessenius (TuS Tossens) be- richtete sehr positiv über seinen bewährten Kampfrichterstab und wies darauf hin, dass im Herbst diesen Jahres eine kreis- eigene Kampfrichterschulung stattfinden wird. Versammlungsleiter Harald Peplau (SV Nordenham) wickelte die Neuwahl des gesamten Vorstandes recht zügig ab. Wieder gewählt wurden: Eckhard Meyer (SV Nordenham, 1. Vorsitzender), Ernst Bielefeld (SV Brake, 2. Vorsitzender), Heinz Renken (SV Nordenham, Geschäftsführer), Doris Plewka (SV Nordenham, Sportwartin), Uwe Nagel (SV Brake, Jugend- und Schülerwart), Jan-Wilhelm Hessenius (TuS Tossens, Lehr- und Kampfrichterwart) und Ernst Bielefeld (SV Brake, Statistiker). Als Kassenprüfer fungieren Karl Spieler (SV Lemwerder) und Jörg Krüger (STTV Berne). Die anstehenden Ehrungen wurden von Ernst Bielefeld beziehungsweise Heinz Renken vorgenommen. Dabei erhielten außer den bereits Genannten die silberne Ehrennadel des NLV Doris Plewka, Horst Peine, Harald Peplau (alle SV Nordenham) und Hans-Joachim Nagel (Blexer TB). Die silberne Ehrennadel des DLV gab es außerdem für Jan-Wilhelm Hessenius und Horst Siemers (beide TuS Tossens).
Presseinformation vom 8. Mai 2006 (Von Manfred Scholz) Manfred Schäfer führt weiter die Leichtathleten Leichtathletik. Bei der Jahreshauptversammlung der Leichtathletik betreibenden Vereine aus dem Kreis Hameln-Pyrmont wurde Manfred Schäfer zum Kreisvorsitzenden des NLV-Kreises Hameln-Pyrmont wiedergewählt. Begrüßen konnte er die neuen Abteilungsleiter des MTV Friesen Bakede Rosemarie Emmermacher und vom TuSpo Bad Münder Astrid Stawski. Von steigenden Mitgliederzahlen in der Leichtathletik auf 1477 und der Tatsache, dass der Kreisverband ein ein- getragener Verein mit Nachweis der Gemeinnützigkeit werden muss, berichtete Schäfer. Im Bereich der Nachwuchsfindung wurden 40 Schulen im Kreis angeschrieben, mit dem Ergebnis weniger Rückmeldungen. Problem ist die Betreuung der Kinder bei der Teilnahme an Wettkämpfen am freien Wochenende durch die Lehrkräfte. Das dies funktioniert, zeigten der Direktor und ein Lehrer der Schule Südstadt bei den Kreismeisterschaften, wo sie mit viel Freude 26 Kinder betreuten. Durch die Fußball-Weltmeisterschaften und der Vermietung des Weserberglandstadions können 2006 keine großen Sport- veranstaltungen durchgeführt werden. Bei den Neuwahlen erhielt die bewährte Vorstandsmannschaft das Vertrauen der Versammlung. Neu dabei ist nur Frank Zielonka als Statistiker. Im sportlichen Bereich sah Uwe Beerberg den Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch die 4x200 Meter Staffel der Frauen der LG Weserbergland als Höhepunkt. Unter dem Punkt Ehrungen gab Manfred Schäfer bekannt, das Fritz Hothan, der auch im Kreis Hameln Pyrmont schon seit vielen Jahren als Kampfrichter tätig ist, vom Kreis Schaumburg die Goldene Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik Verbandes verliehen wurde. Er dankte dem 71-jährigen Hothan für seinen 30-jährigen Einsatz und wünschte neben Gesundheit noch viele Einsätze im Kreise der Kampfrichter bei den Wettkämpfen. Schäfer selber war dann doch sichtlich überrascht, als der 2. Vorsitzende Uwe Beerberg in seiner Laudatio auf die Arbeit seines Vorsitzenden einging, der sich im Kreisverband als Kampfrichter, Kampfrichterwart bis zum Vorsitzenden durch stets engagierte Arbeit hochgearbeitet und sich hohes Fachwissen angeeignet hat. Im Verband ist er für die Aus- und Fortbildung der Kampfrichter verantwortlich und im ganzen Land bis zu Deutschen Meisterschaften ist seine Arbeit gefragt und ge- schätzt. Als Dank für diese Arbeit für die Leichtathletik verlieh ihm Beerberg die silberne Ehrennadel verbunden mit dem Rat, sich auch mal zurückzulehnen und das Geschehen einmal aus der Entfernung zu betrachten. Das dies für Manfred Schäfer, der lieber “mittendrin” ist, schwerfallen wird, weiss jeder, der ihn kennt.
WESER KURIER vom 19. Mai 2006 Aufschwung nach der Enttäuschung Die Bremer Leichtathleten haben den Verlust des Weserstadions verkraftet Von unserem Mitarbeiter Heinz Fricke Bremen. Inzwischen sind fünf Jahre ins Land gegangen, doch der Stachel sitzt noch tief: "Wir haben gekämpft und lange an unsere Chance geglaubt. Bis wir merkten, dass wir nie eine wirkliche Chance hatten, das Weserstadion für die Leichtathletik zu retten", sagt Matthias Reick. So denken der Bremer Leichtathletik-Präsident und seine Mitstreiter auch heute noch immer wehmütig zurück an den Europacup 2001, an die letzte große Veranstaltung in der Hansestadt, als das Weserstadion noch eine Laufbahn besaß. Danach setzte sich bekanntlich Werder mit dem Wunsch nach Vergrößerung der Kapazität durch - auch Bremens WM-Bewerbung lieferte Argumentationshilfe. Der Rasen wurde tiefergelegt, die Laufbahn verschwand unter neuen Zuschauer-Reihen. Und das ursprüngliche Versprechen von Politik und Sport-Bürokratie, die Rundbahn sei problem- los wieder zu installieren, erwies sich als Makulatur. "Dabei war der Europacup ein toller Erfolg, wir hatten an jedem Tag 15 000 Zuschauer. Und dachten, damit hätten wir Bremen als Leichathletik-Veranstaltungsort gerettet", erinnert sich Matthias Reick. Der heute 44-jährige Mediziner war damals noch ziemlich jung im Amt, ebenso wie seine Vizepräsidenten Jens Ellrott und Herwig Renkwitz, die sich die Ressorts Leistungssport und allgemeiner Wettkampfsport aufgeteilt haben. "Vielleicht waren wir damals noch zu unerfahren", sagen die drei, die auch heute noch das jüngste Präsidium in allen Landesverbänden des Deutschen Leichtathletik-Verbandes stellen. Doch sie haben nach der Enttäuschung Weserstadion nicht resigniert, neue Konzepte erarbeitet und sehen sich inzwischen auf einem guten Weg: "Vor acht Jahren hatten wir zwei Talente in den deutschen Bestenlisten, inzwischen sind es 76", rechnet Jens Ellrott vor. Auf dem Verbandstag dieses Jahres blickte Ellrott auf eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte des Verbandes zurück - mit deutschen Meistertiteln für Carolin Nytra und die Speerwerferin Sarah Nöh. Hürdenläuferin Nytra hat nach Meinung ihrer Funktionäre sogar reale Aussichten, 2008 in Peking an den Start zu gehen - es wäre die erste Olympiateilnahme eines Bremer Leichtathleten, seit Birgit Dressel 1984 in Los Angeles im Siebenkampf den siebten Platz belegte. Sprinterin Jana Look, 400-m-Läufer Julian Geißhirt, Dreispringer Eugen Wisotzky und Langstreckenläuferin Schoami Bieser sind weitere Talente, von denen man im Verband noch einiges erwartet. Dort bemüht man sich parallel zur Trainingsfron der Athleten, deren Rahmenbedingungen zu verbessern. "Ich glaube nicht, dass diese Talente so bald abwandern", versichert Ellrott. Es gibt Kontakte zu Firmen und zur Universität, die ein Nebeneinander von Leistungstraining und Beruf oder Studium ermöglichen. So bleibt Carolin Nytra neben dem 30-Stunden-Job noch Zeit zum Training, für Wettkampf-Termine gibt es Sonderurlaub. Fälle wie die des Hochspringers Roman Fricke oder des 400-m-Läufers Lars Figura, die wegen der besser- en Konditionen in der Vergangenheit Bremen verließen, sollen sich möglichst in Zukunft nicht wiederholen. Zum jungen Vorstand gesellt sich inzwischen auch ein junger Trainerstab, auch in der Schulbehörde wurden Weichen ge- stellt: Die besten Leichtathletik-Talente, bisher noch in Obervieland zusammengefasst, werden zum neuen Schuljahr zur Schule Ronzelenstraße wechseln, wo unter anderem schon die besten Schwimmer zusätzlich gefördert werden. Reick: "Es macht einfach Sinn, dieses spezielle Modell der Sportförderung auf eine Schule zu konzentrieren." Derzeit zählt der Bremer Leichtathletik-Verband 2500 Mitglieder in 35 Vereinen, Tendenz leicht steigend. "Viele wollen laufen", sagt der für den allgemeinen Wettkampfsport zuständige Herwig Renkwitz. Gemeinsam mit der AOK plant man daher eine Laufanfänger-Schulung, selbst die Gründung eines virtuellen Vereins wird erwogen. Reick: "Um allen eine An- laufadresse zu geben, die Leichtathletik betreiben wollen." Denn man sieht sich durchaus in Konkurrenz zu privaten An- bietern etwa aus der Kosmetik- und Ernährungsbranche, die mit Kursen werben, ohne dafür wirklich gerüstet zu sein. "Unsere Übungsleiter haben 120 Ausbildungsstunden hinter sich, wir sind da wesentlich besser aufgestellt", versichert der BLV-Vorstand. Im Sommer trifft sich die Bremer Leichtathletik-Elite vor allem auf der Anlage auf Platz 11, auch wenn es dort nur sechs Rundbahnen gibt. Das reicht nicht für größere Veranstaltungen, doch man hat sich damit abgefunden. "Die Rundbahn in der Halle fehlt da schon dringender", sagt Matthias Reick, so muss man im Winter nach Hannover oder Hamburg ausweichen. Das Weserstadion besitzt zwar eine für viele Leichtathletik-Disziplinen (Sprint, Sprung-Disziplinen) geeignete Halle, doch Fakt ist: Die Leichtathleten sehen Werders Höhenflug mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Denn bei Champ- ions-League-Heimspielen müssen sie jeweils für eine Woche verzichten - die Halle wird dann als Medienzentrum benötigt. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 24. Mai 2006 Sport – Dem Geher-Cup droht das Aus (ak). “Wir haben in mancher Hinsicht die Schnauze voll und möchten, dass Farbe bekannt wird: Wir wollen euch oder eben nicht.” Das sagte Walter Schwoche, der Motor des Internationalen Hildesheimer Geher-Cups, gestern bei einer Pressekonferenz im Bäckeramtshaus. Grund: Der 22. Auflage der renomierten Veranstaltung, die zu den Top 8 der Welt gehört, droht wegen fehlender Sponsorengelder das Aus. Das wäre doppelt bitter, denn in den Jahren 2007 und 2008 sollen bei dem Meeting sogar die Deutschen Meisterschaften sowie das Finale des Deutschen Geher-Pokals in Hildesheim ausgerichtet werden. “Wir könnten sogar den Europacup bekommen”, sagte Schwoche. Bei dem Treffen gestern erklärten auch Schirmherr Bernhard Brinkmann, Schirmrat Dr. Ulrich Kumme und der KSB-Vorsitzende Frank Wodsack unisono, wie wichtig sie den Geher-Cup als “Baustein im Mosaik Hildesheim” halten. Das Aus 2006 würde aber zugleich das Aus für immer bedeuten. “Wir kämpfen um die Existenz, das kapiert nur keiner”, spitze es Walter Schwoche zu. Er habe übrigens schon einige Anfragen bekommen, den Geher-Cup vielleicht in eine andere Stadt zu vergeben. Der Wettbewerb hatte schon immer Probleme, genügend Sponsoren zu finden. Doch so eng wie diesmal war es noch nie. “Nach aktuellem Stand der Dinge können wir nicht veranstalten, sonst würden wir unseriös”, erklärte Rüdiger Müller, der Präsident des mitveranstaltenden ISC Hildesheim. “Wir wissen mit unseren Sommerabenden auch anderes anzufangen. Aber wir halten die Veranstaltung für wichtig im Kalender der Stadt, denn sie ist mehr als Sport. Wir brauchen sie nicht zur Befriedigung unseres eigenen Egos - wir wollen Hildesheim bereichern”, sagte er. Noch keimt bei den Organisatoren ein Fünkchen Hoffnung. Jeder kleine Betrag könne weiterhelfen. Das große Geld scheine ohnehin auf bestimmte Bereiche ge- bündelt zu sein. Der extra aus Dessau angereiste Udo Schaeffer, Chef des Deutschen Geher-Pokals, sagte: “Wir freuen uns auf Hildesheim und möchten die DM 2007 unbedingt hier machen.” HAZ-Interview Zum drohenden Aus des Geher-Cups als internationalem Aushängeschild Hildesheims in einer olympischen Disziplin haben Walter Schwoche, Vorsitzender des ffl und Motor der Serie, sowie Rüdiger Müller als Präsident des ISC Hildesheim im HAZ-Interview offene Worte gefunden. Warum gehen Sie jetzt, drei Monate vor der 22. Auflage der Veranstaltung, an die Öffentlichkeit? Schwoche: Weil wir die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben haben, sie doch noch durchführen zu können. Denn Hildes- heim ist eine Stadt, die sich von ihrer Größe her auch im Sport eine gewisse Palette erlauben kann. Für den 27. August ist hier sogar ein Länderkampf Deutschland gegen England im Gespräch. Wir sind beseelt von der Veranstaltung, wollen in einem bezahlbaren Rahmen etwas für Hildesheim tun. Wieso geht das offenbar nicht mehr? Schwoche: Das fragen wir uns auch. Wir haben Feinde. Aber Feinde sind schon immer eine Motivation für die Mannschaft um Schwoche und Müller. Es ist vielleicht noch möglich, einige Leute rechtzeitig wachzurütteln. Früher haben wir das immer irgendwie hingekriegt, doch jetzt geht überhaupt nichts mehr. Und was heißt das konkret? Schwoche: Unser Bruttoetat ohne Sachzuwendungen lag in den vergangenen Jahren zwischen 30 000 und 40 000 Euro. Nach derzeitigem Stand stehen uns diesmal nur 15 200 Euro zur Verfügung, einschließlich der mündlichen Zusagen. Wir brauchen aber aufgrund der fixen logistischen Kosten 28 000 Euro, um den einen Tag adäquat zum Niveau des Vorjahres durchführen zu können. Also müssen Sie die Reißleine ziehen? Schwoche: Ja, dieser Etat bedeutet den technischen K.o. Wie können wir vernünftig planen, wie seriöse Verträge ab- schließen? Wir träumen nicht von einer guten Fee, sondern sind Realisten. Ich persönlich hafte schon seit mehr als 20 Jahren gegenüber der Hausbank mit 7700 Euro, damit wir immer liquide sind. Mit 130 ehrenamtlichen Mitarbeitern kompensieren wir eine ganze Menge nicht vorhandenen Geldes. Dass das Geld überall knapper wird, das wissen doch auch Sie. Warum wurden Sie jetzt so überrascht? Schwoche: Schon 2005 mussten wir einen Einschnitt machen, das Programm von zwei auf einen Tag reduzieren. Doch jetzt ist es eigentlich nicht zu verstehen, warum das Interesse dermaßen einbricht. Wir sind wohl nicht mehr gewollt und müssen die Konsequenzen ziehen. Noch verkünden wir aber keine Absage. Dabei ernteten Sie in den vergangenen Jahren doch immer viel Anerkennung. Müller: Schulterklopfen kostet zunächst nichts. Zu viele tun das. Es ist gutes Recht des Geldgebers, wem und wofür er was gibt. Wenn wir nicht mehr dazu gehören, sollte man uns das nur sagen. Wir brauchen schließlich Planungssicherheit auch für die Folgejahre. So können wir jedenfalls nicht durchstarten, fühlen uns an den Rand gedrängt. Für eine bessere Bezirks- meister schaft lohnt sich der ganze Aufwand nicht. Haben Sie denn nicht rechtzeitig die Stimmung in der Stadt ausgelotet? Schwoche: Anfang des Jahres saßen wir mit Honoratioren zusammen, baten um offene Worte. Man sagte uns, eigentlich seien sogar zwei Veranstaltungstage erwünscht. Doch wir sind gegen die Wand gelaufen, fünf Monate Arbeit umsonst, auch international ist das peinlich. Was werden Sie machen, wenn tatsächlich das Aus kommt? Schwoche: Wir kriegen einfach nicht die Anerkennung, die uns gebührt. Der Schmerz löst unterschiedliche Gefühle aus. Nicht nur Trauer, sondern eine Portion Knörigkeit sind dabei, weil wir uns nach einem Vierteljahrhundert noch nicht einmal ordentlich von der Bühne verabschieden können. Aber es gibt auch ein Leben nach dem Geher-Cup. ==> Presseberichte zum Thema vom 24.5. / 9.6. / 13.6.
HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 9. Juni 2006 Geher-Cup: Unwürdiges Ende? Nach wie vor droht dem 22. Internationalen Geher-Cup am 26./27. August das Aus, weil noch gut 10 000 Euro für die Veranstaltung fehlen. Verbandsseitig ist nun angesichts der Finanzsituation in Hildesheim reagiert worden. Die Folgewirkung: Weder der vorgesehene Länderkampf Deutschland gegen England noch eine geplante Wiederholung von Deutschen Meisterschaften werden in Hildesheim noch für möglich gehalten. Da die eigentlich relativ geringe Deckungslücke in der 100 000-Einwohner-Stadt offenbar immer noch nicht geschlossen werden konnte, musste nun verbandsseitig im Sinne seriöser Planung reagiert werden. Sowohl ein Länderkampf als auch künftige Deutsche Meisterschaften lassen sich so nicht verlässlich planen. Der Kreis-Lechtathletikverband, Bundestrainer Ron Weigel und die Meeting-Leitung des Geher-Cups haben sich auf die grundsätzliche Weitergabe dieser Veranstaltungen verständigt. Ob nun der 22. Geher-Cup mit dem geplanten Weltrekordversuch und dem Deutschen Geherpokal überhaupt stattfindet, bleibt weiterhin offen. Die Veranstaltergemeinschaft wird sich zusammen mit dem den nationalen Pokalwettbewerb durch- führenden Deutschen Geher-Team nun in den nächsten Tagen zu entscheiden haben. Ein publizierter eventueller Umzug des Geher-Cups in eine andere Stadt wird sich, wenn überhaupt, erst 2007 umsetzen lassen. Die Organisatoren befürchten: “Ein unwürdiges Ende ohne Abschied des weltweit bekannten Hildesheimer Events wird immer wahrscheinlicher.” ==> Presseberichte zum Thema vom 24.5. / 9.6. / 13.6.
HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 13. Juni 2006 Mitarbeiter retten Geher-Cup 2006 Der Internationale Geher-Cup 2006 findet zumindest an einem Tag statt, und zwar am 27. August in Hildesheim. Das ge- schieht aber angesichts der bereits veröffentlichten Umstände vor Ort voraussichtlich zum letzten Mal. Möglich machte das ein Großteil der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die das drohende Minus der weltweit erfolgreichsten derartigen Veranstaltung nun mit einer einmaligen Garantie von 10 000 Euro absichern. Nach 25 Jahren Internationaler Geher-Cup beschenkt sich das Team des ISC und ffl Hildesheim damit selbst und auch nochmals zu erwartende Tausende Besucher. Schirmherr Bernhard Brinkmann und Schirmrat Dr. Ulrich Kumme sind zusammen mit der Meeting-Leitung weiter auf Sponsorensuche. Der Bundestagsabgeordnete Bernhard Brinkmann versucht unter anderem aktuell Firmen und Vertreter des öffentlichen Lebens für eine Baustein-Spendenaktion mit je 50 oder 100 Euro zu gewinnen. Damit soll das Traditions- meeting weiterhin erhalten bleiben, um doch die deutschen Meisterschaften 2007 mit durchführen zu können. Der Ratsvor- sitzende Dr. Ulrich Kumme will noch einen bisherigen Sponsor im vierstelligen Bereich von der Mitwirkung überzeugen. In der letzten gemeinsamen Vorstandssitzung der Trägervereine gab es die über Wochen versuchte Kehrtwende. Die Ver- anstaltergemeinschaft wird mit Rücksicht auf die erworbene Anerkennung weit über die Fachwelt hinaus somit zumindest nicht ohne angemessene Abschlussveranstaltung in der Domstadt abtreten. Einige wenige größere und mittelständische Sponsoren stehen dem Internationalen Geher-Cup mit inzwischen immerhin rund 17 000 Euro zur Seite. Es gab zahlreiche Reaktionen aus der Bevölkerung: Wildfremde Ansprachen gegenüber den Veranstaltern in der Innenstadt, für die Jahreszeit ungewöhnlich viele Besucher auf der Home-Page www.geher-cup.de und mehrere kleine Spendenbeträge. Angesichts dieses Zuspruches und zunehmend drängender Fragen Beteiligter des In- und Auslandes gibt es nun diese Kehrtwende. Das Hildesheimer Event wird praktisch in Selbsthilfe einmalig möglich gemacht. Es soll mit Weltklassesport und adäquatem Rahmenprogramm eine würdige Veranstaltung unter Freunden geben. Möglicherweise gibt es dabei sogar noch Überraschungen innerhalb des in Ausarbeitung befindlichen Programms. Die verbleibende Zeit und der Etat lassen kaum noch ausreichenden Bewegungsspielraum. Das Team des Geher-Cups wird sich förmlich zerreißen müssen, um jetzt noch die bekannt einzigartige Meeting-Ausstrahlung vor historischer Kulisse produzieren zu können. ==> Presseberichte zum Thema vom 24.5. / 9.6. / 13.6. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 20. Juli 2006 Kreis-e.V. nunmehr gegründet Osterholzer Leichtathleten beugen sich niedersächsischem Verband Von unserem Redakteur Carsten Spöring Kreis Osterholz. Zuletzt waren die Osterholzer Leichtathleten der letzte Kreisverband im Bezirk Lüneburg, der nicht als eingetragener Verein arbeitete. Der Niedersächsische Leichtathletik-Verband (NLV) bedrängte den Vorstand um seinen Vorsitzenden Reinhard Wagner aber schon lange, eine entsprechende Regelung zu treffen. In dieser Woche nun setzten sich Vertreter der Leichtathletik-Vereine zusammen, gründeten den Verein "Niedersächsischer Leichtathletik-Verband Kreis Osterholz" und wollen ihn ins Vereinsregister eintragen lassen. Wagner hatte gut vorgearbeitet und die Mitgliedsvereine im Kreisverband schriftlich über die Vorgaben aus Hannover vom NLV informiert. Nachfragen gab es da kaum. Einstimmig votierten die 15 Anwesenden in der Stadion-Gaststätte in Oster- holz-Scharmbeck dann für die Gründung. Ein wenig Mehrarbeit bedeutet der neue Verein aber auch, wie die ebenfalls be- schlossene Satzung ausweist und Wagner deutlich machte. So sind nun jährlich Verbandstage auszurichten. Ebenso machte die Besetzung des umfangreicheren Vorstandes zunächst einige Probleme. Kreisvorsitzender blieb Reinhard Wagner. Zu seinem Stellvertreter wurde neu Detlef Torner (Ritterhude) gewählt. Als Schriftführer erklärte sich Hauke Mütel (Lesum- stotel) bereit, Kassenwartin ist weiterhin Karin Ringel (Scharmbeckstotel). Neben diesem geschäftsführenden Vorstand gehören dem Leitungsgremium Klaus Düerkop, nun als Sport- und Wettkampfwart, Annegret Bremeyer, jetzt Schüler- und Jugendwartin, und Heidrun Müller (alle Osterholz-Scharmbeck) als Breitensportwartin an. Ferner besetzt wurden die Po- sitionen des Kampfrichterwartes (Hauke Mütel) und des Statistikers (Annegret Bremeyer). Zur neuen Satzung soll bei den Osterholzer Leichtathleten auch neuer Schwung treten: Am 18. November wollen sie auf einer ganztägigen Arbeitstagung künftige Ziele festlegen.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 1. September 2006 Concordia Ihrhove: Rücktritt nach Zoff um Geld Leichtathletik: Abteilungsleiter Jörg Heitner und sechs Trainer legten ihre Ämter nieder Von Horst Kruse Ihrhove. Zwei Jahre nach der mühevoll abgewendeten Insolvenz gibt es neuen Ärger beim finanziell angeschlagenen SV Concordia Ihrhove. Dabei geht es erneut um Geld, betroffen ist die Leichtathletik-Abteilung. Gestern erklärten deren Ab- teilungsleiter Jörg Heitner sowie die Trainer Michaela Löwe, Anja Behrends, Sonja Aeilts, Michael Löwe, Adolf Behrends und Andreas Barnkothe gemeinsam ihren Rücktritt. “Die Leichtathletik-Abteilung fällt dem Schuldenberg des Vereins zum Opfer”, sagte Jörg Heitner. Den etwa 60 aktiven Kindern und Jugendlichen gaben die Trainer gestern vor dem ersten Train- ing nach der Sommerpause die Empfehlung, sich den Nachbarvereinen Germania Leer oder LG Papenburg/Aschendorf an- zuschließen. “Da wir einige hoffnungsvolle Talente haben, darf man sich in diesen Vereinen auf die Neuzugänge freuen.” Heitner und seine Trainerkollegen sind frustriert. “Seit mehreren Jahren läuft die Leichtathletik-Abteilung permanent ihren zustehenden Geldern hinterher. Mittlerweile schuldet der Verein der Abteilung einen vierstelligen Euro-Betrag, der aus pri- vater Tasche vorgestreckt wurde”, schrieb Heitner in der gemeinsamen Rücktrittserklärung. 100 passive und aktive Mit- glieder gehören zur Leichtathletik-Sparte. “Diese Mitglieder zahlen monatlich Beiträge, von denen die Abteilung keinen Cent sieht”, ärgert sich Heitner. Er vermutet, dass diese Beiträge zur Begleichung der Schulden der Fußballer aus Oberligazeiten herangezogen würden. Die Leichtathleten dagegen würden keinerlei Unterstützung erhalten. “In den letzten Jahren mussten private Gelder zur Ver- fügung gestellt werden, um den sportlichen Betrieb der Leichtathletik aufrecht zu erhalten.” Alle Trainer und Betreuer seien ehrenamtlich tätig und bekämen keinerlei Aufwandsentschädigungen. Hinzu kommt Frust, weil sich die Leichtathleten im Ver- ein nicht akzeptiert fühlen. “Selbst beim 24-Stunden-Lauf glänzte unser Vorsitzender Hans Kirschner durch Abwesenheit”, kritisierte Heitner. Und dann sollen da noch höhnische Worte aus der Fußball-Abteilung in Richtung Leichtathletik gefallen sein. “Als Jugendtrainer ist man wie vor den Kopf gestoßen, wenn sich verantwortliche Personen aus dem Umfeld der aktuellen Ersten Herren dahingehend geäußert haben, dass Jugendarbeit nichts bringt, dem Verein nur Geld kostet und es besser wäre, sich von einigen Abteilungen zu trennen.” Concordias Vorsitzender Hans Kirschner war überrascht von dem Rücktritt: “Das Geld ist nicht das Problem”, sagte er. “Es war mit Jörg Heitner abgesprochen, dass die ausstehenden Gelder nach den Sommerferien gezahlt werden. Dem steht auch nichts entgegen.” Insgesamt sei der Verein nach der schwierigen Situation auf einem guten Weg. Die Leichtathletik-Abteilung will Kirschner erhalten. “Aber es wird schwer, kurzfristig Übungsleiter zu finden.”
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 2. September 2006 Wirtjes wird “Ossiloop-Chef” - und Beyer zieht die Laufschuhe an Leichtathletik: 26. Ostfrieslandlauf mit neuem Organisator Von Georg Lilienthal Leer. Klaus Beyer vom SV Holtland wird für alle Zeiten der Vater des Ossiloops bleiben. Als Organisator des Sechs- Etappen-Laufs von Leer nach Bensersiel tritt er nun aber ab. “Ich spüre nicht mehr das richtige Feuer in mir”, sagt der 64- jährige. “Es lodert nur noch ein bisschen.” Nun soll ein anderer Mann Feuer und Flamme sein. Edzard Wirtjes von Fortuna Logabirum ist der neue Organisator. “Ich mache das gerne. Der Ossiloop ist der attraktivste Lauf in Ostfriesland”, sagt der 48-jährige. Er ist der logische Nachfolger von Beyer, der bereits Ende Mai seinen Abschied angekündigt hatte. Der Leer- aner hatte vor 20 Jahren auch erfolgreich die Triathlon-Veranstaltungen von Klaus Beyer fortgesetzt. Und dem Ossiloop ist er schon lange verbunden. So bereitet er Sportler in Volkshochschulkursen auf den Lauf vor und machte in diesem Jahr zu- dem eine Lesergruppe der Ostfriesen-Zeitung fit für den Ossiloop. Auch Meldungen für die Veranstaltung mit mittlerweile rund 1000 Startern nahm Wirtjes schon in der Vergangenheit entgegen. Trotzdem wurde die Beyer-Nachfolge erst kürzlich geregelt. Denn durch den Wechsel an der Spitze scheidet auch der SV Holtland als Ausrichter-Klub aus. Das hätte aber der Verein und auch der Heseler Samtgemeindebürgermeister Hinrich Bruns gerne vermieden. “Wir haben Ende Juli noch eine Vereinssitzung gehabt”, erzählt Klaus Beyer. Das Ergebnis war er- nüchternd. “Niemand wollte mein Nachfolger werden.” Edzard Wirtjes hatte hingegen schon seine Bereitschaft signalisiert. Also wurden sich die beiden nun schnell einig. Gestern verrichtete der neue Organisator sogleich die erste Amtshandlung. Er meldete den 26. Ossiloop beim Landesverband an. “Am 1. Mai 2007 geht es los”, sagt Wirtjes. Er erwägt eine einschneidende Änderung. “Ich würde gerne eine elektronische Zeitnahme per Chip-System einführen.” Damit könnte das große Gedränge an den Startorten vermieden werden. Doch dieses System ist mit hohen Kosten verbunden. Deshalb müssten schon Sponsoren einspringen. “Das Startgeld werden wir jedenfalls nicht verdoppeln”, versichert Edzard Wirtjes. So darf auch Klaus Beyer hoffen, dass er mit 20 Euro hinkommt. Seit der Premiere 1982 mit knapp 30 Läufern war er selber nicht mehr auf der Strecke unterwegs. “Aber im nächsten Jahr, da laufe ich wieder mit”, kündigt er an.
HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE vom 28. September 2006 Hammerwurf als Leidenschaft Leichtathletik: Bad Gandersheim als Hochburg - Olbrich weltweit fünftbester Athlet Von Frerk Schenker Bad Gandersheim. Hammerwerfen ist ein unterhaltsamer Sport. Sollten Zuschauer doch mal in den Dämmerschlaf ver- fallen, während die Wurfgeschosse durch die Luft sausen, jagen ihnen die markerschütternde Schreie der Athleten schnell die Müdigkeit aus den Gliedern. Derlei Muntermacher haben die Werfer der SVG Bad Gandersheim nicht nötig. Warum auch, können sich die Grün-Weißen zurzeit auch abseits des Wurfringes der vollen Aufmerksamkeit sicher sein. In ihrer er- folgreichsten Saison seit Jahren heimsen die Domstädter nämlich fast alles ein, was sich ihnen an Titeln und Medaillen in den Weg stellt. Zwar ist es kein Geheimnis, dass Gandersheim als Landesstützpunkt eine Disziplin-Hochburg ist, derart über- legen wie in diesem Sommer haben die SVGer ihre Hammer aber schon lange nicht mehr fliegen lassen. An Olbrich verzweifeln alle Vor allem Richard Olbrich, seit Juli amtierender Deutscher B-Jugendmeister, bringt die Konkurrenz regelmäßig zum Ver- zweifeln. Zuletzt demonstrierte er vor knapp zwei Wochen im ostfriesischen Holtland seine Ausnahmestellung. Auf atembe- raubende 70,38m wuchtete der 16-Jährige den 5-kg-Hammer und rangiert damit in der aktuellen IAAF-Weltjahresbesten- liste auf Platz fünf. Während die Gegner vom kometenhaften Aufstieg des Wurftalents sichtlich schockiert sind, sieht sich Trainer Peter Grajek bestätigt: "Das war für mich nicht überraschend", sagt der Diplom-Sportlehrer und fügt hinzu: "Ich habe gewusst, dass er so weit werfen kann." Seit fast 20 Jahren betreut Grajek, der aus dem polnischen Grünberg stammt, die Gandersheimer Hammerwerfer und zeichnet zudem als Stützpunktleiter verantwortlich. Unter den Disziplin-Trainern gilt er als fachliches Schwergewicht. Sein mittlerweile für den VfL Wolfsburg startender Schützling Marcus Kahlmeyer wurde 2003 Sechster der Junioren-EM. Für die erfolgreiche Trainerlaufbahn hat Grajek eine simple Erklärung parat: "Hammerwurf ist meine Leidenschaft." Eine Leidenschaft, die ansteckend wirkt, denn bei der SVG hat er fast ausnahmslos talentierte Werfer um sich versammelt. Neben Olbrich zählt auch der zweite B-Jugendliche Jannik Luger zu den Stärksten seiner Alterklasse. Die Deutsch-Fran- zösin Nathalie Rheder, die bei den nationalen Meisterschaften im Nachbarland schon einmal Vierte wurde, zählt in Deutsch- land zu den Top Ten. Und mit dem B-Schüler Tom Kruse, derzeit Bester in Niedersachsen, hat Grajek das nächste Talent entdeckt. Grajeks Talentschmiede Entwarnung wird es für die Konkurrenz also nicht geben - im Gegenteil. "Im nächsten Jahr werfen sie noch weiter", ver- sichert Grajek. Für Olbrich hat er sogar die Teilnahme an der U 18-Weltmeisterschaft als Ziel ausgegeben. Auch Grajeks Wettkampfphilosophie lässt für die Gegner nichts Gutes erahnen, denn er ist kein Freund von kleinen Meetings: "Meine Ath- leten sollen sich bei Meisterschaften beweisen." Schlechte Nachrichten also für die Konkurrenz bei den kommenden Titel- kämpfen.
BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 13. Oktober 2006 René Herms wird Braunschweiger Deutschlands bester 800-Meter-Läufer verlässt Pirna und wagt einen sportlichen Neuanfang Von Stefani Franzke Braunschweig. Der Coup ist perfekt: Deutschlands stärkster 800-Meter-Läufer wechselt zur LG Braunschweig. Gestern unterschrieb René Herms in Stöckheim einen Ein-Jahres-Vertrag mit einer Option auf eine Verlängerung. Herms selbst hatte LG-Trainer und Laufteam-Gründungsmitglied Bernd Bröger angesprochen. "Das Laufteam und die LG sind mir empfohlen worden", sagt Herms, der ein durchwachsenes Jahr hinter sich hat. Bei der EM in Göteborg kassierte er eine bittere Nieder- lage, schied schon im Vorlauf aus. Nun hat der erst 24-Jährige einen Schritt in eine neue sportliche Zukunft gemacht. Nachdem er sich Ende September schon von seinem langjährigen Trainer Klaus Müller getrennt hatte, wird er jetzt zum Jahresende auch die LG Asics Pirna verlassen und sich der LG Braunschweig anschließen. "Nach neun Jahren ist es einfach an der Zeit, das Umfeld zu verändern. Für mich ist dieser Schritt ein sportlicher Neuanfang, der fällig ist", sagt Herms, der sich insbesondere auch auf die Staffel- Rennen mit seinen neuen Vereinskollegen freut. Matthias Jaworski zum Beispiel kennt René Herms von vielen gemeinsamen Wettkämpfen. "Das sind doch beste Bedingungen", sagt Herms bestens gelaunt. "Bei der Europameisterschaft hatte ich nicht hundertprozentig die Form. Hinzu kam der Ärger im Verein und im Umfeld. Da kamen mehrere Dinge zusammen", schildert der Lauf-Profi. Sein Trainer hatte ihn öffentlich kritisiert, ihm schließlich nach dem frühen Aus bei der Europameisterschaft sogar Arbeitsverweigerung vorgeworfen. Die Geschichte ist für Herms abge- hakt. Er blickt wieder nach vorn, will im nächsten Jahr wieder unter 1:45 Minuten laufen. Und dann ist da ja noch die WM in Osaka. So weit wie möglich möchte er dort kommen. Nächstes Ziel sind für den quirligen Läufer dann die Olympischen Spiele in Peking. Zum Perspektivkader Peking 2008 des Deutschen Leichtathletik-Verbandes gehört der 800-Meter-Läufer, der diese Dist- anz in Deutschland seit 2001 fest beherrscht. Alle Freiluft- und Hallentitel hat Herms seit 2001 gewonnen, bei den Olymp- ischen Spielen in Athen erreichte er das Halbfinale. "Im nächsten Jahr möchte ich auf jeden Fall wieder deutscher Meister werden und mit der LG möglichst auch den Staffel-Titel holen", kündigt René Herms an. Gute Aussichten für Braunschweig.
NIEDERELBE ZEITUNG vom 19. Oktober 2006 Otterndorf will wieder Lauf-DM ausrichten Chancen für 2007 stehen gut / Bewerbung um 10-Km-Straßenlaufmeisterschaft Von Frank Lütt Die Stadt Otterndorf bewirbt sich erneut um die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft im 10-Kilometer-Straßenlauf. Und obwohl die Medemstadt erst 2005 die deutsche Laufelite zu Gast hatte, stehen die Chancen für 2007 gut. Aus dem Bewerberkreis hat nämlich jetzt Düsseldorf zurückgezogen. Otterndorf hat sich seit dem Jahr 2000 laufend weiterentwickelt. Bereits zum siebten Mal fand kürzlich der KSK Küsten- marathon zum Weltkindertag mit einer Rekordbeteiligung von über 1500 Teilnehmern statt. Der "Ritterschlag", so bezeich- nete es Heinz Hüsselmann vom Küstenmarathon-Organisationskomitee, folgte 2005, als Otterndorf die Deutsche Meister- schaft im Straßenlauf ausrichten durfte. Die Bewerbung angeregt hatte die Weltklasse-Läuferin Luminita Zaituc, die von der reibungslosen Organisation, dem begeisterungsfähigen Publikum und der tollen Landschaft schwärmte. Die Ausnahmeläufer- in war denn auch sehr erfreut, als sie kürzlich von der erneuten Bewerbung Otterndorfs hörte. Denn schließlich hat sie hier im vergangenen September mit einem schnellen 10-km-Lauf den Grundstein dafür gelegt, dass sie nach einer langen Krank- heitsphase wieder einen sehr starken Marathonlauf in Köln hingelegt hat (Siegerin in 2:28:30 Stunden). Zaituc hatte bei der DM 2005 auch den Titel souverän gewonnen. In Otterndorf waren auch andere Laufgrößen dabei, die in diesem Jahr für Furore sorgten: Ulrike Maisch gewann Gold im Marathon bei der Europameisterschaft in Göteborg, genauso wie Jan Fitschen über 10 000 Meter. NLV-Präsidentin hat große Sympathien für Otterndorf Die Delegierten des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes (NLV) hielten auf der Nordseeinsel Borkum ihren 36. Verbandstag ab, auf dem Rita Girschikofsky, die den Leichtathletik-Verband seit 1994 führt, für weitere vier Jahre an die Spitze des Präsidiums gewählt wurde. Thema war auch die jetzige Bewerbung Otterndorfs. Clemens Löcke, NLV-Presse- sprecher, sagte auf Nachfrage: "Frau Girschikofsky hat große Sympathien für Otterndorf. Dort gibt es ein Team, das funk- tioniert. Die Strecke ist fantastisch. Und in Otterndorf stehen die Athleten im Mittelpunkt." Die NLV-Präsidentin werde im Verbandsrat des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) "ihre große Stimme in die Waagschale für Otterndorf legen”. Wie Hüsselmann erläuterte, werde in dem entscheidenden Gremium, dem DLV-Verbandsrat, nun im so genannten Umlauf- verfahren abgestimmt. Das heißt: Es kommt nicht extra zu einer Sitzung, sondern jedes Verbandsratsmitglied wird ange- schrieben, um seine Stimme für oder gegen Otterndorf abzugeben. Somit könne noch im Oktober eine Entscheidung fallen. Dieses Verfahren ist erst dadurch möglich geworden, weil interessierte Städte die Segel gestrichen haben. Lediglich Düssel- dorf war neben Otterndorf noch im Rennen. Aber die Organisatoren des Kö-Laufes zogen zurück, sodass letztendlich die Medemstadt übrig blieb. Der DLV hat sich 2005 sehr positiv über die Ausrichter geäußert. Und die Leistungen - Meisterschaftsrekord von Zaituc und sieben Männer unter 30 Minuten - waren sehr gut. Otterndorfs Stadtdirektor Harald Zahrte: "Für uns als kleine Stadt ist die Ausrichtung der Meisterschaft eine Ehre. Und wenn man die Chance bekommt, muss man sie auch nutzen." Dass die in Otterndorf gestarteten Läufer Maisch und Fitschen bei der EM so toll abgeschnitten haben, mache Zahrte außerdem stolz. Die erneute Möglichkeit der Bewerbung sowie die damit verbundene Unterstützung durch den NLV sei eine "Auszeichnung für alle Helfer und das tolle Publikum". Zahrte verspricht: "Wenn wir den Zuschlag bekommen, werden wir genauso profess- ionell an der Ausrichtung arbeiten wie bereits 2005." DM abends in der Altstadt Wenn Otterndorf den Zuschlag für die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft im 10-km-Straßenlauf erhält, sollen diese Titelkämpfe am 15. September 2007 stattfinden. Zusammen mit dem Niedersächsischen Leichtathletikverband ist geplant, neben der DM parallel die Norddeutsche Meisterschaft und die gemeinsamen Landesmeisterschaften für Niedersachsen und Bremen zu veranstalten. Es wurde als Termin der Sonnabend, 15. September, gewählt, weil dies ein Tag vor dem 8. KSK Küstenmarathon zum Weltkindertag ist. Die DM soll in den Abendstunden stattfinden. Heinz Hüsselmann: "Das wird eine tolle Atmosphäre in der schönen Altstadt."
WESER KURIER vom 20. Oktober 2006 Die Beste im Ultramehrkampf Antje Bock gewinnt die Weltmeisterschaft und den Weltcup Von unserem Mitarbeiter Marc Gogol Bremen. Antje Bock ist Weltmeisterin im Ultramehrkampf der Leichtathleten. Eigentlich standen hinter der Teilnahme der Mehrkämpferin vom SV Werder Bremen an der Weltmeisterschaft im Vierzehnkampf im australischen Bendigo jede Menge Fragezeichen. Doch letztlich fügte sich alles zum Guten, und die Buchholzerin feierte im Südosten Australiens nach ihrem Sieg bei der Europameisterschaft Ende Juli in Scheeßel nun auch den Gewinn des Welttitels. Der 400-Meter-Hürdenspezi- alistin Antje Bock genügten 6615 Punkte, nachdem sie in Scheeßel ohne nennenswerte Konkurrenz noch auf 7682 Zähler gekommen war. "Meine Einzelleistungen waren nicht sehr zufriedenstellend. Mein neuer Trainer Brad Carter hat mir geraten, den Wettkampf locker zu absolvieren, da hier die Sommersaison jetzt erst anfängt. Aber es war eine wunderbare Erfahrung", fasst die 24- jährige Physikstudentin ihre Eindrücke vom WM-Auftritt in Australien zusammen. Quasi als Zugabe ging der Weltcup der Frauen 2006 auch noch an Antje Bock. Dafür kommen die zwei besten Ultramehrkämpfe eines Jahres in die Wertung. Anfang September hatte Antje Bock relativ überraschend ihr Visum für ein halbes Jahr auf dem fünften Kontinent erhalten, um am Howard Florey Institute für Hirnforschung in Melbourne ihr Praxissemester zu absolvieren. Gleichzeitig schreibt die Buchholzerin dort ihre Bachelorthese und wird so Ende März kommenden Jahres ihren Studiumsabschluss erhalten. Ob sie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wieder für den SV Werder startet und gleich in die Freiluftsaison einsteigt, ist mo- mentan jedoch fraglich. Von den Verantwortlichen im Verein ist sie spürbar enttäuscht. "Ich hatte Werder gefragt, ob sie mich finanziell etwas unterstützen und wenigstens die Startkosten übernehmen, damit ich bei den Weltmeisterschaften in Bendigo antreten kann. Einzige Antwort war die Bitte um zwei Wochen Bedenkzeit, danach habe ich nie wieder etwas ge- hört." In Australien hat sich Antje Bock deshalb den Athletics Essendon angeschlossen. Die Einzelleistungen der Weltmeisterin: 100m: 14,08 Sek.; 200m: 27,75; 400m: 64,96; 800m: 2:45,64 min.; 1500m: 5:35,04; 3000m: 13:01,27; 100m Hürden: 19,08 Sek.; 200m Hürden: 33,71; 400m Hürden: 71,16; Hoch: 1,40m; Weit: 4,30m; Kugel: 8,51m; Diskus: 18,34m; Speer 16,44m.
ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 11. November 2006 Schwarz löst Haacke ab Außerordentlicher Kreis-Verbandstag der Leichtathleten: Neuer Vorsitzender - Dieter Karl Jugendwart Lüchow (koo). Es müsse ja weiter gehen, und “es wäre schade, wenn die Leichtathletik-Arbeit im Kreis den Bach runter gehen würde.” Jürgen Schwarz will das aber nicht und hat sich daher nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, den Vorsitz im Kreis-Leichtathletik-Verband (KLV) zu übernehmen. Am Donnerstag fiel den Delegierten und restlichen Vor- standsmitgliedern in der Lüchower Gaststätte Amtshof beim außerordentlichen Verbandstag ein Stein vom Herzen. Denn mit der einstimmigen Wahl von Schwarz war damit die drohende Auflösung des Kreisverbandes vom Tisch. Die wäre ge- kommen, hätte sich nicht ein neuer Vorsitzender für den nicht wieder kandidierenden Manfred Haacke gefunden. Der hatte bereits im Januar beim ordentlichen Verbandstag angekündigt, wegen mangelnder Unterstützung aus den Vereinen und da- durch immer mehr Arbeit sein Amt nach rund 30-jähriger Tätigkeit im KLV-Vorstand bei diesem außerordentlichen Ver- bandstag endgültig nieder zu legen. “Ernüchternd” und “enttäuschend” sei die Arbeit mit einigen Vereinen oft gewesen. Schon länger sind zudem nicht mehr alle Vorstandsposten besetzt, es fehlten zuletzt ein Jugend- und Wettkampfwart. Haacke zieht sich aber nicht aus dem Sport zu- rück, denn er will den neuen Vorsitzenden unterstützen. Zudem ist er beim SV Sporting noch als Sparten- und Übungsleiter, Kampfrichter und Aktiver dabei. Sporting-Vorsitzender Rolf Scharfbier dankte Haacke für dessen “aufopfernde Arbeit” für die Leichtathletik und bat die Vereine um Unterstützung für den neuen Vorsitzenden. Die braucht er auch, denn der 44-jähr- ige Schwarz vom SV Sporting Lüchow, der in der Lüchow-Dannenberger Läuferszene als einer der besten Langstreckler bekannt ist, bekam schon bei seinem Amtsantritt die personellen Probleme des KLV zu spüren. Er würde seine Posten gerne mit einem vollständigen Vorstand antreten. Dieter Karl, der bereits Kampfrichterwart im KLV ist, übernahm den Posten des Jugendwarts, um Schwarz den Einstieg in das Amt zu erleichtern. Doch einen Wettkampfwart suchten die Dele- gierten am Donnerstag vergebens. Bitter stieß dem Dutzend Anwesenden zudem auf, dass sieben der zwölf im KLV organisierten Vereine fehlten, sechs davon unentschuldigt. Schwarz will nun besonders die am Donnerstag fehlenden KLV-Vereine auffordern, einen Wettkampfwart bis zum Verbandstag 2008 zu finden. Seine Hauptaufgabe sieht Schwarz als Vorsitzender in der Koordination der Vereins- arbeit und der anstehenden KLV-Wettkämpfe. Ein weiteres wichtiges Thema der schon bald stattfindenden ersten KLV- Vorstandssitzung unter Schwarz‘ Regie soll ein Grundausbildungslehrgang für Kampfrichter sein. Und der KLV will ver- suchen, im Sommer bei den Bezirks-Schülervergleichskämpfen wieder ein Team zu stellen. Das sei eine dringende Aufgabe, da der KLV Lüchow-Dannenberg 2008 vom Bezirksverband als Ausrichter dieses Wettkampfs vorgesehen ist. Als Konse- quenz aus den nur noch ganz mager besuchten Kreismeisterschaften sollen diese Titelkämpfe im Sommer als offene Kreis- meisterschaft mit verkleinertem Programm ausgerichtet werden.
Presseinformation vom 17. November 2006 (Von Markus Steinbrück) Kooperation mit Lüneburg wird intensiviert Jesteburg. Deutlich enger als zuletzt wollen die Leichtathleten aus dem Landkreis Harburg in der Saison 2007 mit ihren Sportkollegen aus dem Landkreis Lüneburg zusammenarbeiten. Neben der Austragung gemeinsamer Kreismeisterschaften in allen Altersklassen von den 14-Jährigen aufwärts wird es 2007 erstmals eine gemeinsame Ausschreibungsbroschüre geben, in der sämtliche Kreismeisterschaften, Vereinssportfeste und Volksläufe aus beiden Landkreisen zusammengefasst werden. In den vergangenen Wochen hatten sich Vorstandsvertreter beider Organisationen zu Gesprächen getroffen und die Inhalte der Zusammenarbeit konkretisiert. Auf breite Zustimmung stieß diese Initiative des von Jürgen Pannek (Fleestedt) geführten Harburger Kreisvorstandes auf der traditionellen Herbstarbeitstagung im Hotel Jesteburger Hof in Jesteburg. Delegierte aus 13 Mitgliedsvereinen diskutierten über die abgelaufene Saison und bestimmten die Ausrichter für die Kreismeisterschaften 2007. Deutlich wurde, dass die im Vorjahr eingeführte Aufteilung der Kreistitelkämpfe auf eine Kernveranstaltung und drei Abendsportfeste nicht den erhofften Zuwachs an Teilnehmern gebracht hat. Im Zuge der Kooperation mit dem Kreisleichtathletikverband Lüneburg wurde der Modus nun erneut modifiziert. Zum vierten Mal in Folge richten der NLV Kreis Harburg-Land und die LG Nordheide am 8. und 9. September 2007 die Bezirk-Mehrkampf-Meisterschaften für alle Altersklassen aus. In diesem Jahr waren 300 Athleten auf die Sportanlage der Berufsbildenden Schulen in Winsen gekommen. Den Zuschlag erhielt der MTV Tostedt für die Austragung der Bezirk- Staffel-Meisterschaften am Samstag, 9. Juni. Auf der renovierten Sportanlage am Düwelshöpen gibt es dann Läufe über 4x400, 3x800 und 3x1000 Meter zu bestaunen. Für 2008 plant der Kreisverband erstmals nach acht Jahren wieder die Bewerbung um eine Landesmeisterschaft. Die Termine und Austragungsorte der Kreismeisterschaften 2007 im Überblick:
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